Das grüne Badezimmer
Man spart Energie, wo man kann. Als Bewohner eines Passivhauses hat man ein gewisses Soll ja schon erfüllt, doch auch im Inneren des Hauses kann man in einzelnen Zimmern kleine technische Raffinessen installieren, die das Haus noch ein bisschen “grüner” werden lassen. Besonders im Bad, in dem der Wasserverbrauch und der Energieaufwand für die Erwärmung des Wassers am höchsten sein dürften, gibt es inzwischen einige findige Ideen.
Wohlfühloase Badezimmer
Ein Bad ist ja heute mehr als nur ein reiner Nutzraum. Die private Wellnessoase Bad wird gerne mit hochwertigen Designerprodukten ausgestattet und das ist nicht nur was für reiche Leute. Schaut man sich an, welche Art von Duschkopf, Armatur und Waschtisch living24 im Angebot hat, kann man sehen, dass die Preise für schöne Badeinrichtungen nicht immer so exklusiv sein müssen wie das Aussehen der Sachen. Neben der Optik sollte aber auch der Nutzen einen hohen Stellenwert haben. Und schon mit der Wahl der richtigen Anlagen kann man einiges sparen. So gibt es für Dusche und Waschbecken oder Badewanne besondere Armaturen, die dem Wasserstrahl mehr Luft beimischen als handelsübliche. Dadurch wirkt der Wasserstrahl gewohnt kräftig und voluminös, es wird aber weniger Wasser verbraucht. Nutzt man die Heizung gleichzeitig als Handtuchständer, hat man immer trockene und warme Handtücher und gleichzeitig ein gutes Raumklima. Mit Seifenspendern, auch für Duschgel und Shampoo, die eine tropfengenaue Dosierung möglich machen, spart man nicht nur an Kosmetik, sondern verschmutzt auch das Wasser weniger als üblich. Ein bewusster Umgang mit dem Wasserverbrauch und dem Energieverbrauch kann natürlich am meisten bewirken. Duschen sollte man nicht länger als nötig, beim Zähneputzen sollte der Wasserhahn nicht weiter laufen und auch beim Föhnen sollte man sparsam sein. Akkugeräte wie Rasierer und elektrische Zahnbürsten sollte man nicht ständig am Netz lassen, denn sie verbrauchen auch im Stand-by weiter Strom.
Wasserrecycling selbst gemacht
Wer noch einen Schritt weiter gehen will, kann sich eine Grauwasserkläranlage installieren. Als Grauwasser wird gering verunreinigtes Wasser bezeichnet, etwa vom Händewaschen, Duschen oder Baden. Mit einer Grauwasserwiederaufbereitungsanlage kann man dieses Wasser auffangen und wieder verwenden, etwa für die Gartenpflege, die Toilettenspülung oder sogar zum Wäschewaschen. Damit spart man etwa 70 Liter Wasser am Tag und leistet einen erheblichen Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser. Eine solche Aufbereitungsanlage braucht allerdings ein wenig Platz. Mindesten 2,15 m sollte der (Keller)-raum, in dem die Filterkästen aufgestellt werden hoch sein. Die Kosten liegen mit 5000 Euro in eine dem Nutzen gegenüber durchaus tragbaren Bereich.