Was sind die Vorteile eines Passivhauses?

Passivhäuser sind die konsequente Weiterentwicklung von Niedrigenergiehäusern. Im Vergleich zu konventionellen Wohnhäusern benötigen sie bis zu 90% weniger Energie.

Ohne ein separates Heiz-oder Klimasystem werden im Sommer wie im Winter behagliche Temperaturen und ein angenehmes Raumklima erreicht, was auch von der Belüftung über eine spezielle Belüftungsanlage abhängt. Der Wärmebedarf stammt aus passiven Quellen wie Sonneneinstrahlung sowie der Wärme, die Geräte und Personen im Haus abgeben. Neben dem geringen Energieverbrauch berichten die Bewohner dieser Häuser auch regelmäßig von einem angenehmen Raumgefühl, da die sich Temperatur gleichmäßig verteilt und die Räume sehr gut belüftet sind. Generell kann jedes Haus zu einem Passivhaus gemacht werden.

PassivhausDie Eigenschaften eines Passivhauses werden durch hervorragende Wärmedämmung und Luftzirkulation von wärmeren zu kälteren Bereichen inklusive der Nutzung von Abluft erreicht. Um die hohe Wärmedämmung zu erreichen (Vermeidung jeglicher Undichtigkeiten, Dreifachverglasung von Fenstern usw.) ist ein gewisser technischer und damit finanzieller Aufwand erforderlich, der das Passivhaus in der Kostenbilanz etwa 5 – 15 % teuer als ein modernes Neubauhaus und als Altbausanierung etwa 12 – 18 % teurer als mit konventionellen Methoden werden lässt.

Hinzu kommen die Kosten für die Lüftungsanlage von etwa 6.000,- bis 10.000,- € für ein Einfamilienhaus. Dies wird durch die enorme Energieeinsparung kompensiert, sodass sich das Passivhaus nach etwa 10 Jahren amortisiert. Es gibt sogar Rechnungen, die belegen, dass ein Passivhaus über 30 Jahre genauso viel kostet wie ein konventionelles Haus. Während der Nutzung des Hauses werden Kosten nicht nur durch weniger Energieverbrauch reduziert, sondern auch durch den Wegfall von Kaminen inklusive Kaminzügen, was zudem mehr Wohnfläche schafft, den Wegfall von Heizungskörpern oder einer Fußbodenheizung und/oder dem Wegfall sowohl der Fläche oder des Raumes für einen Öltank und des Öltanks selbst.

Als Heizung wird eine strombetriebene Wärmepumpe genutzt, die über eine gewisse Leistungseffizienz verfügt, dass bedeutet sie erzeugt mehr Energie als sie verbraucht. Die gesamte benötigte Energie (elektrisch, thermisch) eines Passivhauses wird mit etwa 40 KWh / m² jährlich angenommen. Zum Vergleich: Ein nach der Energieeinsparverordnung (EnEV-Standard) gebautes Haus verbraucht etwa 100 – 110 KWh / m² jährlich.

Passivhäuser werden durch die KfW sowie regionale Programme durch zinsgünstige Darlehen gefördert. Zu diesen Darlehen zählen zum Beispiel das DKB Energie: http://www.passivhaus-ratgeber.com/dkb-energie-finanzierung.html oder das KfW-Effizienzhaus-Darlehen: http://www.passivhaus-ratgeber.com/kfw-energieeffizient-bauen.html.

 
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